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  26. Juni 2008 - Ehrung verdienstvoller Mitglieder  
           
  Herzlichen Glückwunsch!  
     
  Frühjahrsexkursion am 9.6.2007 nach Ribbeck im Havelland

14 Mitglieder und Gäste des Heimatvereines Biesenthal unternahmen am 9.6.07 die traditionelle Frühjahrsexkursion, diesmal nach Ribbeck im Havelland.

Wir wandelten bei herrlichem Wetter auf den Spuren Fontanes und fanden seinen Birnbaum, den er in seinem uns noch gut bekannten Gedicht besungen hat, neben der liebevoll rekonstruierten Pfarrkirche. Ein Kuriosum, der Birnbaum, der 4. in der Folge, stammt aus der den älteren Biesenthalern dem Namen nach sicherlich bekannten Baumschule Lorberg. Nach Erläuterungen zur Geschichte derer von Ribbeck, Besuch des interessanten Pfarrgartens, des historisch gestalteten Schulzimmers und des Friedhofs kamen wir in den Genuss eines Kirchenkonzertes in der Kirche, das uns mit Chormusik aus 5 Jahrhunderten vom Extra Chor Brandenburg unter der Leitung von K. Drewing und der Sopranistin T. Schwarzkopf in eindrucksvoller Weise nahe gebracht wurde.

Für das leibliche Wohl sorgten die Mitarbeiter der Ribbeck-GmbH mit einem vorzüglichen Linsengericht und selbstgebackenem Kuchen.

Wie / 11.06.2007


Glückwunschadresse
des Heimatvereins Biesenthal e.V. zur feierlichen Namensgebung der Theodor - Fontane - Oberschule der Stadt Biesenthal am 24. Februar 2007

Sehr geehrte Frau Schulrätin Bönig, sehr geehrte Frau Rektorin Kuhl, sehr geehrter Herr Bürgermeister Stahl, sehr verehrte Gäste, liebe Schülerinnen und Schüler,

es ist mir eine besondere Freude, als Vertreter des Heimatvereins Biesenthal e.V. und als ehemaliger Schüler an der feierlichen Namensgebung der hiesigen Oberschule teilnehmen zu dürfen. Der Heimatverein beglückwünscht die Stadt Biesenthal, deren offizielle Vertreter, deren Bürgerinnen und Bürger sowie das Lehrerkollegium und die Schülerinnen und Schüler zur offiziellen Namensgebung auf das Herzlichste. Der Name "Theodor-Fontane-Oberschule der Stadt Biesenthal" ist Ansporn und Verpflichtung für alle in diesem schönen Haus Lernenden und Lehrenden. Der Heimatverein Biesenthal e.V., der u.a. in seiner Satzung die Pflege des Heimatgedankens und die Pflege der Heimatgeschichte zum Ziel hat, ist sehr erfreut darüber, dass die Offiziellen der Stadt und die Gremien der Oberschule sowie deren Schülerinnen und Schüler sich in Theodor Fontane eine historische Persönlichkeit für ihren Schulnamen auserwählt haben.

Was bewog die Verantwortlichen die Schule nach Theodor Fontane zu benennen und wer war nun Theodor Fontane und was zeichnet ihn als Namensgeber aus? Die Schülerin Caroline Pradler und der Schüler Julius Nickel hatten das schon einmal vor der Stadtverordnetenversammlung ausgeführt und begründet und haben damit Überzeugungsarbeit geleistet. Die Stadtverordneten folgten diesem Vorschlag der Schülerinnen und Schüler und den verschiedenen Kreisen der Schule. Sie beschlossen einmütig die Namensgebung. Theodor Fontane - der Enkelsohn eines Hugenotten, wie wir neudeutsch sagen, Abkömmling eines Migranten - war in der ausgehenden zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Romancier von Weltrang. Er ist mit Balzac oder Tolstoi in einem Atemzug zu nennen. Meisterwerke sind u. a. "Effi Briest" und "Der Stechlin". Fontane war ein herausragender Vertreter des literarischen Realismus in Deutschland. Die "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" oder die Ballade "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" sind Werke der Weltliteratur, die von vielen Schülergenerationen in dieser Schule behandelt, gelesen und gelernt wurden. Fontane war sehr vielseitig, so übersetzte er den "Hamlet", schrieb Dramen, Gedichte, Biographien, Briefe, Tagebücher, Theaterkritiken, Zeitungsartikel und programmatische Schriften. Heinz Ohff, einer der zahlreichen Biographen Fontanes, nennt ihn in seinem Werk, ich zitiere: "Er war einer der besten Journalisten unter den deutschen Schriftstellern und bestimmt der beste Schriftsteller unter den deutschen Journalisten." Fontane war als weltoffener Preuße, ein hart arbeitender Schriftsteller, der sich seinen Rang in der Weltliteratur schwer erkämpfen musste. Die Süddeutsche Zeitung schreibt in einem Beitrag zum Fontanejahr 1998 in ihrer Ausgabe vom 14. April, ich zitiere:"Was der Cervantes für die Mancha, ist Fontane für die Mark. Er hat dem traditionell armen Land eine literarische Identität gegeben." Einem Land der Mitte, wie er es sah, drin es nach Fontane ..." nie Heilige gegeben, drin man aber auch keine Ketzer verbrannt hat." Soweit zum literarischen Schaffen Fontanes. Nun zu seinen beispielgebenden Tugenden, die ihn auch als Vorbild für Schüler und Lehrer der heutigen Zeit und auch zukünftiger Generationen werden lassen. Er war ein Patriot mit ausgeprägter Vaterlandsliebe, ein urgestandener Preuße hugenottischer Prägung, der dem kleinen Manne im Dritten Stand mehr sein Ohr schenkte als den Großen der Geschichte, der Fleiß, Bescheidenheit und Korrektheit verkörpert, der immer strebend bemüht war, mit den vielfältigen Widrigkeiten und Schwierigkeiten seines Lebens fertig zu werden, der durch seine Reisen außerhalb Deutschlands Weltoffenheit erlangte, der Ansehen und Achtung mit bescheidenen Mitteln erwarb. Eine Biesenthaler Bürgerin sagte mir vor kurzem: "Fontane passt in die heutige Zeit." Das sah u.a. auch Nobelpreisträger Günter Grass in seinem Roman "Ein weites Feld" genauso.
Nun der Anknüpfungspunkt Fontanes zu Biesenthal. Er war hier! Ich zitiere aus seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg: "Ich machte mich auf den Weg nach Prenden, in einer gewissen Gehobenheit der Stimmung, als wanderte ich in altes, romantisches Land. Und es ist auch ein altes, romantisches Land, märkisch-romantisch. Von Biesenthal aus, einem Städtchen, dass seinerseits wie eine holprige Idylle in der Talrinne des Finowflusses liegt, haben wir noch eine halbe Meile, und diese halbe Meile führt durch eine Art Musterstück heimatlicher Landschaft." Für dieses Musterstück stehen heute die touristischen Highlights u.a. das Biesenthaler Becken, der Wukensee oder die Wukuhlen. Eine andere Biesenthaler Persönlichkeit meinte einmal, die Stadt sei bei Fontane nicht gut weggekommen. Ich finde das Gegenteil ist der Fall. In seiner ihm eigenen dichterischen Art hat er freimütig ein wenig Kritik an den holprigen Straßen geübt, wohl um den Bestand seiner Wanderstiefel oder den Rädern seiner Kutsche fürchtend, einem Zustand, an dem die Stadtväter und Bürger auch 150 Jahre später noch zu knabbern haben, obwohl erfreulicherweise nach der Wende schon sehr viel investiert wurde. Die zweite Seite ist die Idylle, wozu im Duden steht: "Ländlich, friedlich, einfach beschaulicher Zustand". Das ist ein Pfund, mit dem die Stadt im touristischen Sinne wuchern kann. Was hätte er denn sonst anderes beschreiben sollen, als diese Idylle. Es gab keine Burg, kein Schloss, keinen Kaiser-Friedrich-Turm, das Fachwerkrathaus war hinter Putz versteckt und die neue Schule noch nicht erbaut. Also gab es nur Mitleid erregende Straßen und das angeführte Musterstück heimatlicher Landschaft. Nebenbei bemerkt, Fontane hat an seiner Geburtsstadt Neuruppin erhebliche Kritik geübt und trotzdem haben ihm die Bürger sein vernichtendes Urteil nicht übel genommen und den Wanderer 1907 auf ein Denkmal gesetzt.

Nun zu unserer Schule. Mögen die Stadtväter vor über 80 Jahren vielleicht umstrittene Entscheidungen getroffen haben, im Nachhinein ist festzustellen, mit dem Schulbau haben sie das Richtige getan, sie haben, wenn auch auf Pump, in die Bildung investiert. Davon haben inzwischen schon Generationen von Schülern profitiert. Erst nach 1990, als die ökonomische Situation es wieder erlaubte, haben die Oberen der Stadt erneut erheblich in die Bildung investiert. Das liebevoll restaurierte Kleinod Schule, mit seinen gut ausgestatteten Fachkabinetten ist dafür ein beredtes Zeugnis. Die Straßen lassen sich auch noch weiterhin nach und nach glätten. Würde heute Fontane nochmals Biesenthal durchwandern, hätte er seine helle Freude an diesem einladenden Bauwerk, das ab heute seinen Namen trägt. Die lange Zeit der Namenlosigkeit hat gewollt oder ungewollt etwas Positives. Der Schule blieben peinliche Umbenennungen erspart. Sie trug nie die Namen von Despoten, Diktatoren oder zweifelhaften Politikern. Auch Kantor Bernhard Schröder, ein gestandener Demokrat der Weimarer Zeit und hervorragender Lehrer und Rektor dieser Schule in den ersten Jahren nach dem leidvollen zweiten Weltkrieg, so glaube ich, hätte Wohlgefallen gehabt an dem neuen Namen. In seiner Zeit war die Schule namenlos, aber es gab für ihn wohl größere Sorgen, als einen passenden Namen zu finden. Der Mangel an Lehrern, Lehrmitteln, Heizmaterialien und Schulspeisung war in erster Linie zu bewältigen. Vielleicht war er aber auch weise genug zu wissen, dass ein evtl. von oben oktroyierter Name nicht für die Ewigkeit hätte sein können. Die Stadt Biesenthal hat seit Jahrzehnten eine immer noch holprige Fontane Promenade, aber seit heute hat sie auch ein symbolisches Denkmal, die "Theodor-Fontane-Oberschule". Alle Beteiligten haben mit uns die Hoffnung und den Wunsch, dass sie weit in die Zukunft als exzellente Bildungsstätte Bestand hat, in der das Engagement der Lehrer wirken kann, in der aber auch immer ausreichend Schüler vorhanden sein mögen, die auf das spätere Leben vorbereitet werden, die ihrerseits eine Identität haben und stolz darauf sein können, in der "Theodor-Fontane–Oberschule“ ihr Wissen erworben zu haben.

Mein Appell richtet sich abschließend an die Bürgerinnen und Bürger des Amtsbereiches, dazu beizutragen, dass immer genügend Kinder diese Schule besuchen werden. Nochmals herzlichen Glückwunsch der Schule und der Stadt zu dieser ehrenvollen Namensgebung. Ich danke Ihnen für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.

Die Glückwunschadresse wurde in der Festveranstaltung anlässlich der Namensgebung vom Vorstandsmitglied des Heimatvereins und Autor, Herrn Otto Rogge, vorgetragen.

Artikel anläßlich des Besuchs von Ministerin Johanna Wanka in der Heimatstube im Rathaus Biesenthal
  Märkische Oderzeitung vom 24. April 2006      
  Märkische Oderzeitung vom
24. April 2006
     


Märkische Oderzeitung vom 30.6.2005

Ein ganzes Ende älter als Berlin ...
Von Lars Franke

Biesenthal (MOZ) Der Heimatverein Biesenthal pflegt Traditionen und verbreitet Wissen über eine Stadt, die auf die Askanier zurückgeht. Als mit Albrecht dem Bär die Fürsten dieses Geschlechts ins Land zwischen Elbe und Oder kamen, sicherten sie sich ihre Macht mit einem wohldurchdachten System von Burgen. Zu den ersten größeren Befestigungen gehörte offenbar auch Biesenthal.

Schon vor der deutschen Besiedlung lebten hier Slawen. Sie betrieben Viehzucht und Ackerbau, gingen dem Fischfang nach. Deshalb bauten Albrechts Nachfahren nicht auf der "grünen Wiese", sondern in einer uralten Kulturlandschaft. Berlin dagegen wurde etwa zur gleichen Zeit auf einem weitgehend menschenleeren Gelände gegründet. So hat wahrscheinlich Biesenthal zumindest in Sachen Alter hier die Nase vorn.

Der Platz in "bizdal" war gut gewählt, konnte man doch vom Burgberg aus hervorragend die Handelsstraße kontrollieren. Seit Menschengedenken waren auf der "via bizdal" Kaufmannswagen und Landsknechts-Haufen unterwegs, um vom westlichen und mittleren Europa in die osteuropäischen Fürstentümer zu gelangen. Über Biesenthal ging es damals nach Oderberg und dann weiter in Richtung Russland, Polen oder ins Baltikum.

Doch noch im Mittelalter wurde eine neue Trasse angelegt. Nicht mehr über Oderberg, sondern durch das Finowtal liefen nun die Transporte. Biesen-thal wurde ein Ackerbürgerstädtchen. Der 30-jährige Krieg tat ein Übriges: Erst die Pest und 1632 ein gewaltiger Stadtbrand entvölkerten den Ort weitgehend. Auch die Burg ging damals in Flammen auf und wurde später völlig abgetragen. Und dann gab es reichlich hundert Jahre später wieder einen Brand, den nur eine Handvoll Häuser überstand.

1907 errichtete man auf dem Schlossberg den Kaiser-Friedrich-Turm - zur Erinnerung an den 99-Tage-Kaiser. 1874 wurde unmittelbar neben dem Schlossberg eine Mineralquelle entdeckt. Das führte zu einem bescheidenen, allerdings nur kurzzeitigen touristischen Aufschwung.

Die Geschichte ihrer Stadt kennt Gertrud Poppe aus dem FF. Die rüstige Rentnerin gehört dem Heimatverein an, sammelt alles Mögliche und Unmögliche über die Biesenthaler Historie, schreibt auf, was für kommende Generationen wichtig sein könnte. Alles in ihrer Freizeit und unbezahlt. Inzwischen hat der Verein etwa 25 Mitglieder. Ingenieure und Handwerker sind dabei, die Schuldirektorin, ein Friseur und der Bürgermeister. Der Jahresbeitrag liegt bei 30 Euro. Das älteste Mitglied ist 89, das jüngste 40 Jahre alt.

Und genau da liegt nach Ansicht von Vereinschef Hans-Georg Wieser das Problem: Der Verein ist überaltert. Mit 67 ist der pensionierte Diplom-Ingenieur selbst gerade mal Durchschnitt. Deshalb kümmert sich der Verein verstärkt um Nachwuchs. In der Biesenthaler Hauptschule ist eine Arbeitsgemeinschaft im Entstehen. Erste "Forschungsergebnisse" sollen Anfang September in einer kleinen Ausstellung zum 80. Schuljubiläum der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Der Stolz des Vereins ist die Heimatstube im Alten Rathaus. Seit 1995 nutzt der Verein das 250-jährige Gebäude. Jeden Donnerstag - dann ist in Biesenthal auch Markttag - sind die beiden Räume geöffnet. Und wer außerhalb dieser Zeit einen Exkurs in die Stadtgeschichte unternehmen will, muss sich telefonisch anmelden. Das gilt auch für Stadtführungen mit Gertrud Poppe.

Neben Geschichte hat die Hobby-Historikerin auch Geschichten parat. Wie die vom selbsternannten Propheten Philipp Rosenfeld, der in Biesen­thal seine Hochburg hatte und hier über besonders viele Anhänger verfügte. Im 18. Jahrhundert - zu Zeiten von Friedrich dem Großen - rief der Laienprediger auf, Gott als einzige Macht anzuerkennen. Friedrich II. als aufgeklärter Monarch war zwar der Meinung, in Sachen Religion solle jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden, aber bitte in Grenzen. Die gottgewollte Ordnung dürfe nicht in Gefahr kommen. "Jeder selbst ein König", verlangte dagegen der umjubelte Rosenfeld. Die weltlichen Obrigkeiten gehörten abgeschafft - egal ob Dorfschulze oder König. Das brachte ihm erst Irrenhaus und später lebenslanges Zuchthaus ein. In Biesenthal gab es noch lange nach seinem Tode eine Gemeinde des umstrittenen Heiligen.

Vorträge zu Stadt und Region gehören zum Programm des Vereins. Dazu trifft man sich monatlich im Gasthaus " Zur Alten Eiche". Für manche ältere Mitglieder sind die Vereins-Abende willkommener Anlass, wieder einmal "unter die Leute zu kommen", sind wichtige gesellschaftliche Ereignisse im Senioren-Alltag. Und wem das Gehen inzwischen schwerfällt, der wird mit dem Auto abgeholt. Jährlich unternimmt der Verein Exkursionen. Den historischen Stadtkern von Templin hat man sich angeschaut, in Berlin die Nationalgalerie und das Mahlsdorfer Gründerzeit-Museum besucht. Wann immer ein Heimat- oder Ortsfest in der Umgebung stattfindet; der Verein ist mit einem Stand dabei. In diesem Jahr auf jedem Fall wieder bei beim Wukensee-Fest im August.

Zur Zeit geht es den Vereinsmitgliedern auch um die Nutzung des Schlossbergs. Zum 100. Jahrestag der Einweihung soll der Kaiser-Friedrich-Turm wieder begehbar sein. Man hat sich mit dem Schlossberg Verein e.V. "zusammengerauft" und will jetzt gemeinsam an "einem Strang ziehen". Auch die Stadt hat erste Schritte in diese Richtung getan. Die Anstrengung um den "100-Jährigen" lohnen sich nach Meinung von Vereinschef Wieser allemal. Von dort oben hat man einen der schönsten Blicke auf die Barnim-Landschaft rund um Biesenthal.



Märkische Oderzeitung vom 14. Dezember 2004

Schlossbergturm in der Warteschleife Biesenthal (MOZ)

Den Biesenthaler Stadtverordneten sitzt die Zeit im Nacken. Der Schlossbergturm soll zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2007 wieder begehbar sein, Doch derzeit hat die Stadt kein Geld. Und die Anträge des Schlossbergvereins liegen auf Eis. Hoffnungsvoll stimmt aber, dass jetzt der Heimatverein und der Schlossbergverein im Hinblick auf den Turm einen gemeinsamen Nenner gefunden haben. Der Schlossbergverein will nicht nur einfach den Turm sanieren, sondern den gesamten Schlossberg mit Leben erfüllen. Dabei geht der Verein von der besonderen Bedeutung dieses Fleckens für die Stadt aus. Es war der Sitz der Askanier, die vor nahezu 750 Jahren die Gegend erobert hatten, so dass die Mark größer wurde. Die Slawen blieben zum Teil, haben aber an Macht und Einfluss verloren.

Dem Verein geht es darum sowohl den Berg mit den Resten der Burgruine als Denkmal zu erhalten als auch Veranstaltungsräume für Seminare und Vorträge zu schaffen. Demgegenüber sieht der Heimatverein allein die Begehbarmachung des Turms als realistisches und machbares Ziel an.

Da sich die Stadt letztlich nur für ein Konzept entscheiden kann, blieb bisher vieles in der Schwebe. Das kann nun anders werden, weil sich der Heimatverein grundsätzlich für die Unterstützung des Konzeptes des Schlossbergvereins ausgesprochen hat. Das wurde jüngst bei einer gemeinsamen Sitzung beider Vereine bekundet. Gleichzeitig betonte der Vorsitzende Hans-Georg Wieser, dass der Heimatverein in den Mittelpunkt die Begehbarkeit stellt. Eine Bewirtschaftung der Anlage plane man jedoch nicht. Positiver Tenor der Sitzung war, alle Kräfte für den Schlossbergturm zu bündeln.
 
     

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